Status Buchung möglich

Seminar-ID 2020-259

Referent Dipl.-Finw. Wilfried Mannek

Ort und Termin 13.05.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Osnabrück
Select Hotel Osnabrück, Blumenhaller Weg 152, 49078 Osnabrück
14.05.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege
19.05.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V., Verbandsgeschäftsstelle, Zeppelinstraße 8, 30175 Hannover – Bitte nutzen Sie das Parkhaus des HCC –
20.05.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Braunschweig
Vienna House Easy, Salzdahlumer Str. 137, 38126 Braunschweig

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 190,00 und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung – ausgenommen das Mittagessen.

Seminarinhalte Die steuerliche Immobilienbewertung richtet sich zwingend nach den Regelungen des BewG. Allerdings hat der Steuerzahler die Möglichkeit, den niedrigeren gemeinen Wert durch ein fundiertes Sachverständigengutachten nachzuweisen.

Das Seminar erläutert anschaulich, welche Regelungen i.R.d. steuerlichen Immobilienbewertung maßgebend sind. Dazu wird die Bewertung von unbebauten Grundstücken ebenso dargestellt wie das steuerliche Vergleichs-, Ertrags- und das Sachwertverfahren. Das Sachwertverfahren ist seit dem 1.1.2016 vollständig angepasst worden. Die hierzu ergangenen gleichlautenden Erlasse sind in die neuen Erbschaftsteuer-Richtlinien 2019 eingegangen.

Die konkreten Einflussmöglichkeiten eines Sachverständigen-Gutachtens werden aufgezeigt, damit die letztlich „richtige“ Steuer festgesetzt werden kann. Dazu gehört auch das Spannungsfeld der Berücksichtigung von Belastungen. Die Kriterien, die das Finanzamt bei der praktischen Prüfung von Sachverständigengutachten anzulegen hat, werden ebenfalls erläutert.

Die steuerliche Unternehmensbewertung richtet sich in der Praxis ganz überwiegend nach dem „vereinfachten Ertragswertverfahren“, das in §§ 199 ff. BewG sowie in den ErbStR 2019 geregelt ist. Wertuntergrenze bildet der Substanzwert. Die Feststellungslast für die Anwendbarkeit des vereinfachten Ertragswertverfahrens trägt dabei der Steuerzahler. Das Seminar behandelt auch die Abgrenzung zu individuellen Bewertungsverfahren, wie z.B. IDW S 1 oder DCF, die sich nach der Systematik des Bewertungsgesetzes richtet. Ebenfalls stellt das Seminar dar, weshalb i.R.d. ErbStR 2019 die Maßgeblichkeit von Verkäufen innerhalb von Familiengesellschaften bei Preisvorgaben durch die Gesellschaft in Frage gestellt worden ist.

 

 

Gliederung

 

I. Steuerliche Immobilienbewertung
1. Umfang des Grundvermögens
Abgrenzungserlass Betriebsvorrichtungen; Definition der Grundstücksarten
2. Bewertung von unbebauten Grundstücken
Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse; wertbeeinflussende Merkmale
3. Vergleichspreisverfahren
Maßgeblichkeit von Vergleichsfaktoren; Bedeutung eines einzelnen Kaufpreises
4. Ertragswertverfahren
Ermittlung des Gebäudeertragswerts; Kapitalisierung des Gebäudereinertrags; wirtschaftliche Gesamtnutzungsdauer; übliche Miete
5. Sachwertverfahren
Ermittlung des Gebäudesachwerts; Alterswertminderung; Ansatz eines Mindestwert-Restwerts; Tabelle Regelherstellungskosten; Wertzahlen; Brutto-Grundfläche; besonders werthaltige Außenanlagen
6. Nachweis eines niedrigeren Grundbesitzwerts
Qualität des Gutachtens und Umfang der steuerlichen Auswirkung; Kriterienkatalog zur Prüfung eines Sachverständigengutachtens; Kaufpreis als Nachweis; Berücksichtigung von Belastungen durch Nutzungsrechte

 

II. Steuerlichen Unternehmensbewertung im vereinfachten Ertragswertverfahren (§§ 199 ff. Bewertungsgesetz)
1. Abgrenzung der Bewertungsmethoden und Feststellungslast
Grenzen der Zulässigkeit der vereinfachten Ermittlung; Auslegung des Begriffs des „offensichtlich unzutreffenden Ergebnisses“
2. Formel des vereinfachten Ertragswertverfahrens
Ermittlung des Jahresertrags; Korrekturen des Gewinns – Hinzurechnungen/Abrechnungen; Ansatz des nicht betriebsnotwendigen Vermögens; Erfassung von Beteiligungen an anderen Unternehmen; Behandlung der Wirtschaftsgüter des jungen Betriebsvermögens; Maßgeblichkeit des Kapitalisierungsfaktors
3. Ermittlung des Substanzwerts als Mindestwert
Differenzierter Ansatz des Firmenwerts; unerwünschter Kaskadeneffekt des Substanzwerts bei Beteiligungen; Vereinfachungsregeln bei vom Besteuerungszeitpunkt abweichendem Abschlusszeitpunkt
4. Besonderheiten bei Personengesellschaften
Aufteilung des Gesamthandsvermögens; Ansatz des Sonderbetriebsvermögens; Exkurs: geänderte Aufteilung des Verwaltungsvermögens
5. Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften

 

 

Dieses Seminar wird in Sachsen-Anhalt von der Studien-Akademie Magdeburg (SAM) am 12.05.2020 in Magdeburg angeboten. Bitte melden Sie sich für diese Termine ausschließlich mit dem Anmeldeformular der SAM an.

 

 

Bitte beachten Sie: Es werden 2 Zeitstunden als Pflichtfortbildung für den Fachberater für Unternehmensnachfolge anerkannt.

StBV