Status Ausgebucht

Seminar-ID 2020-253

Referent Dipl.-Fw. (FH) Dirk Krohn, StOAR
Dipl.-Fw. (FH) Thomas Maack, StB

Ort und Termin 14.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V., Verbandsgeschäftsstelle, Zeppelinstraße 8, 30175 Hannover – Bitte nutzen Sie das Parkhaus des HCC –
16.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 195,00 und beinhaltet die Arbeitsunterlage, die erweiterte Pausenbewirtung sowie das Mittagessen inkl. eines Kaltgetränks.

Seminarinhalte Die Anwendung der Regelungen des Umwandlungssteuererlasses vom 11.11.2011 und die letzten Gesetzesänderungen, insb. die Erleichterungen bei der steuerlichen Rückwirkungen bedingt durch die Corona-Krise, und die bis zum Jahre 2020 ergangenen BFH-Urteile zeigen in der Praxis mehr und mehr die Gefahren, aber auch Beratungschancen auf.

 

Darüber hinaus gibt es häufig Probleme bei der praktischen Umsetzung von Umwandlungen nach dem Umwandlungssteuergesetz. Die Umsetzung von Umwandlungen und Abbildung in den Bilanzen der beteiligten Unternehmen werden anhand von vielen Beispielen anschaulich, aber auch kontrovers aus Sicht der Beraterschaft und aus Sicht der Finanzverwaltung dargestellt. Insbesondere werden viele Gestaltungsoptionen aufgezeigt.

 

Das Seminar eignet sich besonders für Teilnehmer, die aktuell Umstrukturierungen beraten bzw. vorbereiten. Auch Teilnehmer, die Ihre Kenntnisse im Umwandlungssteuerrecht ergänzen bzw. aktualisieren wollen, sollten diese Veranstaltung nutzen.

 

 

Gliederung

 

I. Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft
1. U.a. anhand des Beispiels des Formwechsels einer Steuerberatungs-GmbH in eine Partnerschaftsgesellschaft mbB
2. Wertansatzwahlrecht
3. Nutzung von Anschaffungskosten der GmbH-Anteile durch stehengelassene Gewinne
4. Einlagefiktion des § 5 UmwStG
5. Veräußerung/Aufgabe von Mitunternehmeranteilen im Hinblick auf die definitive Gewerbesteuer gem. § 18 Abs. 3 UmwStG und entsprechende Vermeidungsstrategien
6. Absicherung der anfallenden GewSt für den Erwerber (Sicht des Erwerbers)
7. Berücksichtigung der anfallenden GewSt im Rahmen der Kaufpreisverhandlungen (Sicht des Veräußerers)

 

II. Spaltung von Kapitalgesellschaften
1. Definition des Teilbetriebes aus Sicht des Mandanten anhand eines praktischen Falles und Identifizierung von neutralem Vermögen
2. Vorbereitung der Umwandlung durch aufwändige Analyse weit vor dem Umwandlungsstichtag
3. Zeitpunkt des Vorliegens der Teilbetriebsvoraussetzungen
4. Umfang des Teilbetriebs (funktional wesentliche Betriebsgrundlagen und nach wirtschaftlichen Zusammenhängen zuordenbare Wirtschaftsgüter)
5. Fiktive Teilbetriebe
6. Doppeltes TB-Erfordernis bei Abspaltungen
7. Absicherung im Umwandlungsvertrag
8. Vor- und Nachbehaltensfristen
9. Spaltung unter Trennung von Gesellschafterstämmen
10. Absicherung vor Fehlbuchungen im Umwandlungsvertrag

 

III. Verschmelzung auf den Alleingesellschafter
1. Verschmelzung auf den Alleingesellschafter
2. Möglichkeit, um die Pensionsrückstellung steuergünstig zu „entsorgen“
3. Anwendung und Verteilung des Übernahmefolgegewinns

 

IV. Verschmelzung von Kapitalgesellschaften
1. Besonderheiten des up-stream, downstream und sidestep mergers
2. Verlustnutzung und steuerliche Rückwirkung
3. Form und Inhalt der Anträge gem. §§ 11 und 13 UmwStG

 

V. Einbringung in Kapitalgesellschaften
1. Klassische Einbringung
2. Barkapitalerhöhung mit Sachagio
3. Behandlung von Sonderbetriebsvermögen und Ergänzungsbilanzen bei der Einbringung
4. Schaffung einer Kapitalgesellschaftsholding-Struktur aus einer mehrgliedrigen Personengesellschaft anhand eines praktischen Falles
5. Wirtschaftsgut-Step Up bei aufnehmender KapG + Anschaffungskosten der Beteiligung
6. Wirkung auf das steuerliche Einlagekonto
7. Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung nach § 22 Abs. 5 UmwStG
8. Berücksichtigung im Kaufpreis für die Anteile an der KapG
9. Absicherung im Anteilsübertragungsvertrag
10. Rückwirkungsfiktion § 20 Abs. 5 UmwStG
11. Entnahmen und Einlagen im Rückwirkungszeitraum
12. Einbringungsobjekt muss mindestens einen Buchwert von Null haben
13. Aufdeckung von stillen Reserven beim Einbringenden

 

VI. Einbringung in eine KapG = Ersatzrealisationstatbestände als schädliche Ereignisse für die Auslösung der rückwirkenden Besteuerung
1. Umwandlungen, Einbringungen und Formwechsel als schädliche Veräußerungen
2. Anwendung der Billigkeitsregelungen des UmwStE (Rn. 22.23.)
3. Einlagenrückgewähr in der Praxis (Notwendigkeit einer Ausschüttungskontrolle durch den Berater, gesonderte Aufzeichnungen)

 

VII. Aufnahme von Gesellschaftern in Personengesellschaften

 

 

Dieses Seminar wird in Sachsen-Anhalt von der Studien-Akademie Magdeburg (SAM) am 14.01.2021 in Magdeburg angeboten. Bitte melden Sie sich für diesen Termin ausschließlich mit dem Anmeldeformular der SAM an.

 

 

Bitte beachten Sie: Es werden 2 Zeitstunden als Pflichtfortbildung für den Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e. V.) anerkannt.

 

 

StBV