Status Buchung möglich

Seminar-ID 2020-306

Referent Dipl.-Fw. (FH) Wolfram Gärtner
Prof. Dr. Volker Römermann

Ort und Termin 02.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Braunschweig
Stadthalle Braunschweig – Congress Saal, Leonhardplatz, 38102 Braunschweig
15.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Melle-Osnabrück
Van der Valk Hotel, Wellingholzhausener Straße 7, 49324 Melle
16.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Hannover Congress Centrum (HCC) – Glashalle, Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover
18.12.2020, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 195,00 und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung – ausgenommen das Mittagessen.

Seminarinhalte In Zeiten der COVID-19-Pandemie birgt nicht nur die Beratung der GmbH, sondern auch die Beratung einer GmbH & Co. KG hohe Haftungsgefahren. Kommt es zu einer Insolvenz, droht nicht nur dem Geschäftsführer, sondern auch dem/der steuerlichen Berater/in eine Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter wegen vermeintlicher Insolvenzverschleppung.

Die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bis zum 30.9.2020 und eine etwaige Verlängerung nach § 1 COVInsAG wird hier kaum Entlastung schaffen, denn der Insolvenzverwalter wird regelmäßig behaupten, die Insolvenzreife habe unabhängig von der Ausbreitung von COVID-19 bereits im Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung bestanden. Zudem habe keine Aussicht bestanden, die bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. Kurz gesagt, die Inanspruchnahme des Steuerberaters / der Steuerberaterin, die die wirtschaftliche Schieflage der Gesellschaft regelmäßig kannte, ist aus Sicht des Insolvenzverwalters ein probates Mittel zur Masseanreicherung. Das Seminar befasst sich mit der Frage, wie können Steuerberater/innen die Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter vermeiden? Welche Verhaltensweisen muss der/die Berater/in beachten, damit er/sie die Beihilfe zur Insolvenzverschleppung vermeidet?

 

 

Gliederung

 

I. Erstellung von Jahresabschlüssen bei Krisengesellschaften
1. Vertragsverhältnis i.S. des BGB und schriftlicher Erstellungsauftrag
2. BGH-Urteil v. 26.01.2017 – IX ZR 285/14
3. Bedeutung der going concern-Prämisse – § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB
4. Vermeidung von Bilanzdelikten i.S. des § 283b StGB
5. Strafrechtlich relevante Bilanzdelikte
6. Bankrottdelikte i.S. des § 283 StGB
7. Handels- und steuerrechtliche Buchführungspflichten in der Insolvenz

 

II. Jahresabschlusserstellung „ohne Beurteilungen“
1. Anforderungen bei der „Erstellung o. B.“ zur Vermeidung von Haftungsrisiken
2. Handels- und steuerrechtliche Buchführungspflichten in der Insolvenz
3. Zusammenfassung: Vorgehensweise zur Vermeidung von Haftungsrisiken

 

III. Insolvenz und die Aussetzung der Antragspflicht
1. Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, drohende Zahlungsunfähigkeit
2. Antragspflichten (§ 15a InsO, § 42 Abs. 2 BGB)
3. Aussetzung der Antragspflicht durch das COVInsAG
4. Geburtshilfe für Zombies? Wirtschaftliche Folgen der Aussetzung
5. Strafrechtliche Risiken

 

IV. Insolvenzverfahren
1. Vorbereitung durch Berater, u.a. Gericht, Verwalter, Zeitpunkt
2. Beauty Contest oder Dog-and-Pony-Show
3. Einreichung des Insolvenzantrages: wer, wann, wo, wie?
4. Regel- oder Eigeninsolvenz
5. Schutzschirm
6. Ablauf des Verfahrens

 

 

StBV