Status Buchung möglich

Webinar-ID 2020-506

Referent Annette Sachse, Steuerberaterin

Termine Modul 1: 06.10.2021, 10:00 – 11:30 Uhr
Modul 2: 07.10.2021, 10:00 – 11:30 Uhr
Modul 3: 07.10.2021, 13:30 – 15:00 Uhr
Modul 4: 12.10.2021, 10:00 – 11:30 Uhr
Modul 5: 13.10.2021, 10:00 – 11:30 Uhr

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 495,00.

Nach der Buchung erhalten Sie eine Buchungsbestätigung mit einem Link, mit dem Sie sich für den ersten Termin des Webinars registrieren müssen. Anschließend bekommen Sie eine E-Mail von ZOOM mit einem Einwahl-Link! Nach jedem stattgefundenen Termin erhalten Sie einen neuen Link zur Registrierung für den kommenden Termin.


Webinarinhalte MODUL 1: Grundsätze der Gemeinnützigkeit und Satzung

Mit der Gemeinnützigkeit ist eine ganze Reihe von steuerlichen und außersteuerlichen Vorteilen für eine gemeinnützige Organisation verbunden, z.B. kann eine gemeinnützige Organisation Spenden einwerben und Spendenbescheinigungen, die der/die Spender/in steuerlich geltend machen kann, ausstellen. Außerdem genießt eine gemeinnützige Organisation   Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerfreiheit für einen großen Teil ihrer Einkünfte und auch in der Umsatzsteuer gibt es viele Begünstigungen. Nicht zu vergessen sind aber Einkünfte, die oft nur wegen einer gemeinnützigen Anerkennung ausgereicht werden.

Für den Erhalt der Gemeinnützigkeit ist eine ordnungsgemäße Satzung unerlässlich. Sie muss neben den gemeinnützigen Zwecken auch deren Verwirklichung konkret beschreiben. Die Ausführungen zur Vermögensbindung sind ein wesentlicher Bestandteil einer gemeinnützigen Satzung. Mit dem Satzungsfeststellungsbescheid wird die Satzung formell durch das Finanzamt bestätigt.

 

 

MODUL 2: Tätigkeitsbereiche und ordnungsgemäße Kassenführung

Gemeinnützige Organisationen müssen ihre Einnahmen und Ausgaben einem der vier möglichen Tätigkeitsbereiche (ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb) zuordnen. Die Zuordnung ist abhängig von der Art der Einnahme bzw. Ausgabe. Mit der Zuordnung sind dann alle daraus resultierenden steuerlichen Konsequenzen verbunden. Die Abgrenzung ist in der Praxis oft schwierig, hat aber erhebliche umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Auswirkungen.

Viele gemeinnützige Organisationen finanzieren ihre satzungsmäßige Tätigkeit durch steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, wie z.B. durch Betreiben einer Vereinsgaststätte oder den bloßen Verkauf von Speisen und Getränken auf Vereinsfesten, Fußballspielen oder anderen sportlichen Veranstaltungen. Dafür ist eine ordnungsgemäße Kassenführung notwendig.

 

 

MODUL 3: Mittelverwendung und Rücklagen

Mittel einer gemeinnützigen Organisation müssen satzungsgemäß und zeitnah verwendet werden, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden.

Satzungsgemäße Mittelverwendung heißt, dass sämtliche Mittel, also bspw. Spenden, Beiträge, Erträge der Vermögensverwaltung und Gewinne aus Zweckbetrieben und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben für die Erfüllung des satzungsgemäßen Zwecks verwendet werden müssen.

Durch die Gemeinnützigkeit, die mit vielen Vorteilen und Vergünstigungen verbunden ist, gibt es eine weitere Vorgabe für die Verwendung der Mittel, nämlich nicht nur die, wie die Mittel zu verwenden sind, sondern wann diese Mittel für gemeinnützige Zwecke zu verwenden sind. Für kleine gemeinnützige Organisationen gilt die zeitnahe Mittelverwendung nicht mehr.

Dazu gibt es die Möglichkeit der Bildung von Rücklagen, die einen Ausnahmetatbestand der zeitnahen Mittelverwendung darstellen.

 

 

MODUL 4: Spenden und Sponsoring

Für eine gemeinnützige Organisation ist es möglich, Spenden einzuwerben und Spendenbescheinigungen auszustellen. Diese Spendeneinnahmen werden als Einnahmen im ideellen Bereich zugeordnet, d.h. es fällt dafür weder Umsatzsteuer noch Ertragsteuer an.

Bei den Spenden unterscheiden wir zwischen Geldspenden, Sachspenden und Aufwandsspenden. Eine Voraussetzung für die Einordnung einer Zuwendung als Spende ist die Unentgeltlichkeit.  Unentgeltlichkeit bedeutet, dass eine gemeinnützige Organisation, die eine Spende erhält, dafür keinerlei Gegenleistung erbringen darf.

Sollen mit der Zuwendung unternehmensbezogene Ziele verfolgt werden oder möchte der/die Unternehmerin im Zusammenhang mit der Zuwendung für die Produkte seines/ihres Unternehmens werben, bewegt man sich im Bereich des Sponsorings.

 

 

MODUL 5: Zahlungen an Übungsleiter und Ehrenamtler

Im § 3 Nr. 26 EStG ist ein jährlicher Freibetrag in Höhe von 3.000 € für die Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit im Dienst einer steuerbegünstigten Einrichtung oder einer Einrichtung des öffentlichen Rechts zur Förderung mildtätiger, kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke geregelt. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des steuerfreien Freibetrags ist die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit.

Gemäß § 3 Nr. 26 a EStG sind Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit im Dienst oder Auftrag einer steuerbegünstigten Einrichtung zur Förderung mildtätiger, kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke bis zur Höhe von 840 € pro Jahr steuerfrei. Begünstigt ist danach die  ehrenamtliche Tätigkeit. Eine Begrenzung auf bestimmte Tätigkeiten sieht dieser Freibetrag nicht vor.

Neben der „Übungsleiterpauschale“ und der „Ehrenamtspauschale“ können gemeinnützige Organisationen ihren ehrenamtlichen Helfern/Helferinnen sowie Mitgliedern Aufmerksamkeiten zukommen lassen bzw. gesellige Veranstaltungen durchführen. Prinzipiell allerdings verbietet es der Status der Gemeinnützigkeit, unentgeltliche Zuwendungen an Mitglieder auszureichen. Das steht auch bereits in der Satzung einer gemeinnützigen Organisation: „Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.“ Zuwendungen an Mitglieder sind nach dem Anwendungserlass jedoch erlaubt, „soweit es sich um Annehmlichkeiten handelt, wie sie im Rahmen der Betreuung von Mitgliedern allgemein üblich und nach allgemeiner Verkehrsauffassung als angemessen zu sehen sind.“

 

 

 

Bitte beachten Sie:

Für die Teilnahme am Webinar benötigen Sie ein Tablet oder einen PC mit Mikrofon, Lautsprechern (ggfs. Headset) und Kamera sowie einen Internetzugang. Technischer Anbieter der Videokonferenzlösung ist die ZOOM Video Communications, Inc.. Wir empfehlen, dass Sie vorab unter https://zoom.us/test einen Funktionstest durchführen. Bitte beachten Sie, dass es bei Nutzung einer WTS Verbindung zu Problemen mit Video und Ton kommen kann. Deshalb empfehlen wir die Verbindung ggfs. über Ihre lokale Oberfläche herzustellen. Einzelheiten stimmen Sie bei Bedarf bitte mit Ihrem IT-Dienstleister ab.

 

Wichtige Hinweise:

1. Nach der Buchung erhalten Sie eine Buchungsbestätigung. Diese beinhaltet einen Link, mit welchem Sie sich für das Webinar registrieren müssen. Anschließen bekommen Sie eine E-Mail von ZOOM mit einem Einwahl-Link! Für jeden weiteren Termin erhalten Sie einen neuen Link zur Registrierung.
2. Eine Einwahl zu dem Webinar kann via Computer (Video und Audio), via Smartphone (Video und Audio) sowie nur via Telefon (Audio) erfolgen. Alle relevanten Infos erhalten Sie mit der unter 1. genannten E-Mail von ZOOM.
3. Sie erhalten die Unterlagen zum Webinar als Download zur Verfügung gestellt. Neben der Bereitstellung im Mitgliederbereich, erhalten Sie eine E-Mail mit Download-Link am Tag des Webinars an die bei der Buchung hinterlegte E-Mail verschickt.
4. Im Nachgang bekommen Sie eine Aufzeichnung des Live-Webinars. Eine E-Mail mit Download-Link wird 1 bis 2 Tage nach dem stattgefundenen Webinar an die bei der Buchung hinterlegt E-Mail geschickt.

 

 

 

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